Das ERA-NET Schema unterstützt die Koordinierung von nationalen und regionalen Förderprogrammen in Europa.
Im ERA-NET Schema wählen nationale oder regionale Behörden Programme zur Forschungsförderung aus, die sie mit anderen Ländern koordinieren oder für transnationale Forschungsprojekte öffnen möchten. Teilnehmer in ERA-NETs sind daher „Programme Owners“ (Ministerien oder regionale Behörden) und „Programme Managers“ (Agenturen oder Forschungsförderungsgesellschaften wie z.B. FFG und FWF).
Die zu koordinierenden Programme können entweder thematisch fokussiert sein, z.B. Förderprogramme zum Thema Bioenergie, oder „horizontal“ verlaufen, wie etwa Förderprogramme für KMU.
Als Teil des 7. EU-Rahmenprogramms besteht das ERA-NET Schema aus zwei Instrumenten:
- Die „klassischen“ ERA-NETs bieten Rahmenbedingungen, um bestehende nationale und regionale Programme auf europäischer Ebene zu koordinieren und aufeinander abzustimmen. Die Kommission fördert hier nur die Koordinierung der Aktivitäten. Werden im Rahmen des ERA-NETs Forschungsprojekte gefördert, so werden diese direkt von den am ERA-NET teilnehmenden Ländern finanziert.
- Im neu eingeführten Instrument „ERA-NET Plus“ steht vor allem die Implementierung gemeinsamer transnationaler Ausschreibungen für Forschungsprojekte im Vordergrund. Insbesondere stockt die Kommission die nationalen Finanzmittel, die für solche Ausschreibungen zur Verfügung stehen, auf. Mit diesem sogenannten „Top-up funding“ kann bis zu ein Drittel der Gesamtsumme der nationalen Beiträge zusätzlich von der Kommission beigesteuert werden.